Zwischenstand als Forscher des Lebens

Folgenden Artikel habe ich erstmals am 14. November 2014 auf meinem Facebook-Profil veröffentlicht.
Weil er viele Erkenntnisse zusammenfasst, veröffentliche ich ihn hier nochmal in leicht überarbeiteter Version


Im Kontakt mit sich selbst ist Selbstliebe das Ziel, dass es zu erreichen gilt.
Also ein Zustand der Selbstannahme.
Dazu gibt es viele Übungen und ein Teil des Weges dort hin wird sein, sich mit allerlei Dingen auseinander zu setzen, die gerade noch verhindern, dass du dich frei entfalten kannst.

Im Kontakt mit anderen ist Intimität das Ziel. Ein intimer Umgang ist eine Kommunikationsweise, die durch Verletzlichkeit getragen ist.
Menschen zeigen sich gegenseitig ihre schwächsten Seiten und erkennen sich damit an.
Durch einen intimen Umgang kann großes Vertrauen entstehen. „Ich habe ihm/ihr meine schwächsten Seiten und meine größten Zweifel offenbart, und er/sie hat sich nicht von mir abgewendet.“
In unserer Gesellschaft lässt sich Intimität am einfachsten über Sexualität herstellen – weil die meisten von uns große Unsicherheiten und Themen im Dunkeln in diesem Bereich haben. Also z. B. ein wackeliges Körperbild, Scham vor der eigenen Sexualität, Schuldgefühle für die eigenen sexuellen Wünsche oder Unklarheiten über (sexuelle) Gefühle.

Sowohl im Kontakt mit sich selbst, als auch mit anderen, ist Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ein wichtiges Hilfsmittel.
Lass Höflichkeit sein, nimm die Masken ab und zeige dich so, wie du bist (so weit das geht und insofern du dich selbst schon kennst).

Wenn du etwas an der Gesellschaft verändern willst:
Hör auf zu kritisieren und gründe statt dessen eine Gemeinschaft.
Fang an Inseln zu erschaffen, in denen anders gelebt werden kann. Sei es eine WG, in der anders zusammen gewohnt wird, sei es ein Seminar, in dem die Teilnehmer_innen andere Möglichkeiten haben, sei es eine Lokalität, in der andere Werte gelebt werden.
Meisle die neuen Werte in die „DNS“ der neuen Gemeinschaft ein und verbreite sie, indem die Gemeinschaft eine eigene Kultur ausbildet.

Menschen sehnen sich nach physischen und psychischen Orten, an dem sie intimen Kontakt pflegen dürfen (körperlich, gedanklich, emotional, spirtuell). Ich glaube, das gilt für alle Menschen – manche spüren das, manche sind zu gepanzert.
Und viele, die das nicht bewusst spüren, handeln unbewusst danach – und schaffen sich Orte, an denen sie kompensatorischen Kontakt haben können.

Ein großer Teil menschlichen Handelns ist kompensatorisch.
Der Mangel an innermenschlicher und zwischenmenschlicher Nähe wird als Mangel in der Welt begriffen und so wird ein Leben geführt, dass darauf ausgerichtet ist, diesen Mangel zu füllen.
Oder es wird an Sicherheit geglaubt (die es nicht gibt; niemals) und es wird versucht an dieser Sicherheit fest zu halten.

Nur der Kopf kann an etwas fest halten – der Körper weiß, dass das „Jetzt“ von in ein paar Momenten, komplett anders ist als das „Jetzt“ von vorher.
Der Fokus sollte also vom Kopf in den Körper wandern.

Der Körper ist auch die Spielfläche der Emotionen und Gefühle. Gefühle sind unsere Freunde – sie sind Wegweiser und Leitplanken.

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Sebastian

Sebastian ist Forscher und Suchender. Hier schreibt er, was er auf seiner Reise durch diese Leben schon alles entdeckt hat. Manchmal sind es gute Erkenntnisse, manchmal nur spannende Fragen. Auf dem Weg zu mehr Klarheit.

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