Von oben oder von unten

Ich begegne immer wieder Situationen in denen sich was seltsam oder unstimmig anfühlt.
Eine Modalität, die mir manchmal hilft heraus zu finden, was schlief läuft, ist die Frage nach dem von oben oder von unten.

Ein Beispiel für eine klassische seltsame Situation:
Ich brauche eine medizinische Einschätzung – also mache ich einen Termin bei meinem Arzt aus.
Ich werde kurz untersucht und bekomme ein Medikament verschrieben. Ich weiß nicht wirklich was mir fehlt und was das Medikament bewirken soll. Ich bin auf dem Weg heim.

Wie die Situation auch verlaufen könnte:
Ich habe meinen Termin. Ich werde untersucht und dabei bemüht sich mein Arzt mir zu erklären, was er wieso untersucht. Ich habe Platz für Nachfragen und bekomme Erklärungen bis ich es verstehe.
Am Ende des Termins hab ich eine recht gute Vorstellung, was das Problem ist und wie mir das Medikament helfen könnte.

Im ersten Szenario werde ich von oben behandelt.
Im zweiten Szenario von unten.

Ich stelle mir dabei gerne vor, dass die eine Person auf einem Thron sitzt und die andere Person davor kniet. Wer davon bin ich?
Oder ich stelle mir Hände vor – reiche ich gerade mit offener Hand von unten etwas heran oder ist es eher ein greifen, drücken, legen von oben?

Von oben ist eher: „Das ist so!“
Von unten ist eher: „Ist das so?“

Von oben ist eher: „Das wird dir helfen!“
Von unten ist eher: „Vielleicht ist das hilfreich für dich.“

Wenn ich von unten komme, bin ich flexibel meine Angebote anzupassen – darauf einzugehen, was die andere Person braucht und bin flexibel.
Von oben habe ich eine klare Linie der ich folgen werde

Ich hab in einem Artikel über Entschuldigungen geschrieben. Die Bitte um Entschuldigung ist etwas, das nur von unten kommen kann.

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Sebastian ist Forscher und Suchender. Hier schreibt er, was er auf seiner Reise durch diese Leben schon alles entdeckt hat. Manchmal sind es gute Erkenntnisse, manchmal nur spannende Fragen. Auf dem Weg zu mehr Klarheit.

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