Die Realität ist eine Illusion

Es gibt zwar die Realität – doch das, was ich für die Realität halte gibt es nicht, das ist nur eine Illusion.

Ich bin garnicht in der Lage die Realität zu sehen.
Wenn ich den Blick durch mein Zimmer streifen lasse, dann sehe ich ein Bett, dann sehe ich Wände, dann sehe ich einen Holzboden.
Tatsächlich ist das aber alles nicht da. Ich kann kein Bett sehen – im besten falle kann ich erkennen, dass dort farbige Flächen sind – aber selbst die Farbe ist nicht real.

Alles, was ich durch meine Augen oder einen meiner anderen Sinne aufnehme, wird in meinem Gehirn verarbeitet – mit Bedeutung versehen, erklärt, eingeordnet.
Ich kann nur deshalb ein Bett sehen, weil ich mir ein Begriff von einem Bett gemacht habe. Ich weiß, wie sowas aussieht und erkenne es wieder, wenn ich dieses Ding da in meinem Zimmer sehe.

Genau so ist es mit all den anderen Dinge und Nicht-Dingen, die ich für einen Teil der Realität halte.
Ich kann nur das wahrnehmen, was mein Gehirn aus dem gemacht hat, was meine Sinnesorgane „empfangen“ haben.

Und auch das kann ich nicht. Gehirne sind super gut darin Dinge zu generalisieren. Schon sobald mein Gehirn erkannt hat „das ist wohl ein Bett“ interessiert es sich schon garnicht mehr weiter dafür.
Ein Label ist gefunden, es ist an das Ding angeheftet, fertig.

Mir wurde beigebracht, dass der entwicklungshistorisch älteste Teil unserer Gehirne – das sogenannte Reptiliengehirn – nur drei Fragen kennt: Wird es mich töten? Kann ich es essen? Kann ich Sex damit haben?
Wenn drei mal „nein“ kommt – dann ist es keine Gefahr – dann kann es generalisiert werden.

Auch in menschlicher Interaktion gibt es keine Realität. Ich kann Menschen nur durch die Generalisierungen durch sehen/wahrnehmen/verstehen, die mein Gehirn gelernt hat anzuwenden.
Solche Generalisierungen können in Form von Glaubenssätzen aufspürbar sein.

„Alle wollen mich immer übers Ohr hauen“, „Männer wollen immer nur das eine“, „Ich bin wertlos“.

Wenn Glaubenssätze/Generalisierungen unsere Sicht vernebeln, sehen wir die Welt, wie sich unser Verstand die Welt zusammen reimt – nicht wie sie ist.
Und tatsächlich können wir die Welt garnicht so sehen, wie sie ist.

Die Realität ist eine Illusion und wenn wir uns über „wahr“ und „falsch“ streiten, dann streiten wir uns nur darüber, ob meine Illusion oder deine Illusion besser ist.

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Sebastian

Sebastian ist Forscher und Suchender. Hier schreibt er, was er auf seiner Reise durch diese Leben schon alles entdeckt hat. Manchmal sind es gute Erkenntnisse, manchmal nur spannende Fragen. Auf dem Weg zu mehr Klarheit.

Ein Gedanke zu „Die Realität ist eine Illusion

  1. He Sebastian, ein sehr schöner Post. Ich schreibe dir auch gerade NUR, weil ich in meiner Realität deinen Artikel gefunden habe.

    Schöne Grüße
    Tommy

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